Dienstag, 24. April 2024
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25-jähriges Bestehen des Schwester-Godoleva-Hauses

Heeks Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff überreichte zum 25-jährigen Bestehen des Schwester-Godoleva-Hauses ein Präsent an die stellvertretende Wohnstättenleiterin Lisa Elskemper.
Heeks Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff überreichte zum 25-jährigen Bestehen des Schwester-Godoleva-Hauses ein Präsent an die stellvertretende Wohnstättenleiterin Lisa Elskemper.

Das Schwester-Godoleva-Haus im Herzen von Heek ist seinem Vierteljahrhundert nicht nur ein Wohnort, sondern ein Ort der Gemeinschaft und des Zusammenhalts. Das wurde in den Reden zum 25-jährigen Bestehen der besonderen Wohnform der Eingliederungshilfe immer wieder deutlich. Gefeiert wurde das Jubiläum am Samstag, 26. August 2023, mit vielen Gästen, darunter Heeks Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff sowie Vertretern von Vereinen und Verbänden.

„Zuhause auf dem Kirchplatz“

Das Schwester-Godoleva-Haus (SGH), eine Einrichtung des Caritasverbandes Ahaus-Vreden, sei „ein Zuhause auf dem Kirchplatz“, sagte Pfarrer Josef Leyer im Wortgottesdienst, der unter freiem Himmel gefeiert wurde. „Mitten im Ort und mitten im Leben“ stehe das Haus in Heek. „Die Bewohner und ihre Angehörigen, die Mitarbeitenden, sie alle stehen für Nähe, Freundschaft und Begleitung, für Ehrenamt und Solidarität.“ Das SGH bietet seit einem Vierteljahrhundert individuelles Wohnen für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung und/oder Mehrfachbehinderung.

Fingerabdrücke am „Freundesbaum“

Pfarrer Leyer bat zunächst alle Bewohnerinnen und Bewohner, auf einer Tafel mit einem aufgemalten „Freundesbaum“ farbige Fingerabdrücke zu hinterlassen. Auch das war als Zeichen für ein Miteinander, Nebeneinander und Füreinander gedacht. Anschließend durften alle Gäste ebenso ein Zeichen der Verbundenheit setzen.

Ferienmaßnahmen, Spendenfahrten und Urlaubswochen

Lisa Elskemper als stellvertretende Wohnstättenleiterin des SGH erinnerte an zahlreiche Aktivitäten in den vergangenen 25 Jahren. Schöne Erlebnisse wie Ferienmaßnahmen, Spendenfahrten und Urlaubswochen gehörten dazu. Nicht unerwähnt blieb als Tiefpunkt die Corona-Pandemie und damit einhergehende Beschränkungen. Elskemper griff das Bild vom „Freundesbaum“ auf. „Wir sind alle Teil eines großen Baumes. Wir geben uns gemeinsam Halt, von den Wurzeln bis oben in die Baumkrone.“

Beginn mit fünf Bewohnern

Peter Schwack, Vorstand für das Ressort Soziale Dienste beim Caritasverband, erinnerte an die Anfänge des Schwester-Godoleva-Hauses. Am 23. Januar 1998 zogen die ersten fünf Bewohner ein. Seitdem habe der Caritasverband als Träger der Einrichtung das Wohnheim sukzessive erweitert. „Heute leben hier 21 Bewohner in drei Gruppen. Hinzu kommen zwei Plätze im stationären Einzelwohnen.“ Betreut werden die Bewohner von 22 Mitarbeitenden.

Hollywoodschaukel als Geschenk

Das Schwester-Godoleva-Haus biete nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern sei eine Gemeinschaft, in der sich jeder Einzelne wertgeschätzt und respektiert fühle, erklärte Peter Schwack. An die Bewohner des Schwester-Godoleva-Hauses gerichtet sagte der Caritas-Vorstand: „Ihr seid diejenigen, die dieser Einrichtung den eigentlichen Sinn geben. Ihr seid diejenigen, die dieses Wohnheim zu dem machen, was es ist – eine lebendige und vielfältige Gemeinschaft.“ Peter Schwack zeigte sich zuversichtlich, auch künftig die ständigen Veränderungen im Bereich der Eingliederungshilfe gemeinsam mit den Mitarbeitenden zum Besten der Einrichtung umzusetzen. Der Vorstand beließ es in der Jubiläumsfeier nicht nur bei Worten. Als Geschenk des Caritasverbandes Ahaus-Vreden erhält die Einrichtung eine neue Hollywoodschaukel.

Bürgermeister nutzt Zeit für Gespräche

Heeks Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff nutzte nach dem offiziellen Teil die Gelegenheit zu Gesprächen. „Es ist doch die größte Form der Integration, wenn man in den Austausch kommt“, sagte er. An den Caritasverband gerichtet, erklärte er: „Ich würde mich freuen, wenn man hier noch weiter ausbaut und verstetigt. Für die Gemeinde Heek ist das Schwester-Godoleva-Haus ein Gewinn.“ Bereichsleiter Thomas Berning vom Caritasverband hob die Bedeutung hervor, Gemeinden wie Heek mit einem Wohnangebot für Menschen mit Behinderungen zu bereichern. Bis in den Abend hinein kamen die Gäste dem von Pfarrer Leyer im Wortgottesdienst geäußerten Wunsch nach: „Essen Sie, trinken Sie, erzählen Sie, tauschen Sie Erinnerungen aus und verbringen Sie einen fröhlichen Nachmittag miteinander.“

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