Sonntag, 24. Mai 2024
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Asiatische Hornisse im Kreis Borken gesichtet

Vespa velutina, Männchen © Foto: Gilles San Martin from Namur, Belgium, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons; unverändert
Die Asiatische Hornisse, Vespa velutina, Männchen. Foto: Gilles San Martin from Namur, Belgium, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons; unverändert

 Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist eine aus Südostasien stammende, kleinere Verwandte der Europäischen Hornisse und breitet sich derzeit laut Information des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) rasant in Nordrhein-Westfalen aus. Jetzt gab es auch eine erste Sichtung im Kreisgebiet im östlichen Teil der Stadt Borken. Für die Bevölkerung ist dies allerdings kein Grund zur Beunruhigung, denn die Asiatische Hornisse ist nicht aggressiver als die heimischen Wespen oder Hornissen: Nur im unmittelbaren Nestbereich verteidigt sie sich und die Brut mit Stichen, insbesondere bei Erschütterungen des Nests. Die Stiche sind allerdings für Nicht-Allergiker ungefährlich und vergleichbar mit Wespen- oder Bienenstichen.

Jede Sichtung mit genauer Standortangabe melden

Um wirksame und effiziente Maßnahmen zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse (gilt als Bedrohung für Bienenvölker) durchführen zu können, ist es besonders wichtig, jede Sichtung mit genauer Standortangabe zu melden – gerne auch inklusive Foto. Eine Meldung ist bei der Unteren Naturschutzbehörde per E-Mail an invasivearten@kreis-borken.de möglich. Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Borken steht bereits mit den örtlichen Imkervereinen sowie der Person, die die Insekten in Borken gesichtet hat, im Austausch, um alle Möglichkeiten zur Lokalisierung des Nestes auszuschöpfen.

Unterstände kontrollieren

Hinweis: Sollten Bürgerinnen und Bürger nicht genutzte Unterstände auf dem Grundstück haben, bittet die Untere Naturschützbehörde darum, diese zu kontrollieren, da die Asiatische Hornisse geschützte und ruhige Bereiche bevorzugt.

Die Asiatische Hornisse ernährt sich räuberisch, hauptsächlich von Hautflüglern (Honigbiene, Wespen und Wildbienen) – untergeordnet aber auch von Fliegen und Mücken. Sie wird dadurch als potenzielle Bedrohung für heimische Bienenvölker gesehen. Daher steht sie auf der EU-Liste der prioritären gebietsfremden invasiven Arten, die vorrangig zu bekämpfen sind – auf diese Liste kommen solche Tiere, die als Hauptbedrohung für die Artenvielfalt, natürlichen Lebensräume und Ökosysteme gelten.

Schwarzbraune Brust und leuchtend gelbe Beine

Zum Aussehen: Die Asiatische Hornisse ist gekennzeichnet durch ihre schwarzbraune Brust, ihre leuchtend gelben Beine mit dunklen Beinansätzen, ihr leuchtend gelbes Gesicht mit orange-gelber Stirnzeichnung sowie ihr gelb-orange gefärbtes letztes Hinterleibdrittel. Am Ende des ersten Hinterleibsegmentes trägt sie zudem eine dünne gelbe Binde. Die Körperlänge beträgt bis zu 2,5 Zentimetern. So ist sie einerseits durch eine geringere Größe als auch durch eine deutlich dunklere Körperfärbung recht deutlich von der Europäischen Hornisse zu unterscheiden.

Weitere Informationen zur Asiatischen Hornisse gibt es auf der Internetseite des „Neobiota-Portals“ des LANUV https://neobiota.naturschutzinformationen.nrw.de/neobiota/de/arten/tiere/190771/kurzbeschreibung sowie in der Pressemitteilung: https://www.lanuv.nrw.de/landesamt/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/liste/3800-asiatische-hornisse-eingewandert.

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