Mittwoch, 24. April 2024
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Blick hinter die Kulissen des Archivs

Ahauser Stadtarchivar bietet Unterricht der etwas anderen Art. Foto: Stadt Ahaus
Ahauser Stadtarchivar bietet Unterricht der etwas anderen Art. Foto: Stadt Ahaus

Kurz vor dem Beginn der Ferien konnten die Schüler*innen der Jahrgangsstufe 9 und der Leistungskurs Geschichte der Q1 des Alexander-Hegius-Gymnasium (AHG) noch einmal einen Unterricht der etwas anderen Art erleben. Geschichtsreferendar Daniel te Vrugt und der Ahauser Stadtarchivar Max Pfeiffer hatten in der Schulaula eine interessante Lehreinheit mit Originalquellen aus dem Stadtarchiv vorbereitet.

Hinter die Kulissen des Archivs schauen

Die Schüler*innen hatten zwei Doppelstunden lang die Gelegenheit, hinter die Kulissen eines Archivs und in die Inhalte der Archivbestände zu blicken. Nach einer kurzen Begrüßung und einem Erfahrungsaustausch, an welcher Stelle die jungen Menschen bereits mit der Ahauser Geschichte in Berührung gekommen waren, gab es zum Einstieg einen Kurzfilm über das Stadtarchiv Ahaus zu sehen. Anschließend erläuterte Stadtarchivar Max Pfeiffer die Funktionsweise eines Archivs, anhand welcher Kriterien Unterlagen aufbewahrt werden und, dass das Stadtarchiv allen Bürger/innen offensteht, dort zu recherchieren; aber eben auch, dass eine Archivrecherche umfangreicher und diverser ist, als nur eine Internetsuchmaschine zu bedienen.

Erforschen von Originalquellen

Im Anschluss konnten die Schüler*innen an 15 Stationen Originalquellen aus dem Stadtarchiv erforschen, beispielsweise zu den Themen Industrialisierung, Politische Verfolgung im Nationalsozialismus, die zweite Straßenordnung der Stadt Ahaus von 1879 oder aber auch das Lesen der alten Kurrenthandschrift aus dem 19. Jahrhundert. Im Vergleich zu Schulbuchtexten waren die Quellen im Original nicht von vornherein aufbereitet und die Schüler*innen mussten sie für sich zunächst einmal begreifen und selbst in einen Kontext setzen, um die nötigen Informationen gewinnen zu können.

Vorbereitung der Stationen

Daniel te Vrugt, der derzeit sein Referendariat am AHG als Lehramtsanwärter im Fach Geschichte absolviert, hatte die Stationen durch Forschungsaufträge und Hintergrundtexte so vorbereitet, dass die Schüler*innen im Bedarfsfall zielgerichtet nach den wichtigen Informationen suchen konnten. Besonders wichtig war in diesem Zusammenhang jedoch aufzuzeigen, welche Vielfalt und Varianz an Quellen in Archiven vorhanden ist und welche Informationen dort zu finden sind. Die Schüler*innen konnten beliebig die Stationen wechseln, um auch alles einmal anzuschauen und hatten die Quellen auch digitalisiert auf ihren Endgeräten zur Verfügung, damit die Originalquellen durch die Nutzung nicht beansprucht werden mussten. Dennoch war es wichtig, die Quellen im Original vorführen zu können.

Reflexionsphase und Abschluss

Nach dem Stationslernen gab es in den Klassenverbänden eine Reflexionsphase, die der Fachschaftsvorsitzende im Fach Geschichte, Günter Sowa, zur Qualitäts- und Ergebnissicherung vorbereitet hatte. Zum Ende erfuhren die Schüler*innen dann noch etwas über die Ausbildungsinhalte des Archivarsberufes und konnten mit einem digitalen Quiz die Informationen aus den Quellen direkt anbringen. Die drei Sieger*innen konnten damit kurz vor dem Ende des Schuljahres den Schultag noch mit einem kleinen Präsent beschließen. Die Archiveinheit stieß auf eine positive Resonanz und wurde sowohl von den Lehrkräften als auch den Schüler*innen sehr gut angenommen.

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