Mittwoch, 24. April 2024
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Knotenpunktsystem fürs gesamte Münsterland

Auf ihrer Landrätekonferenz in Münster freuten sich die Verantwortlichen über die Aufwertung des Radwegenetzes durch das Knotenpunktsystem. Foto: Münsterland e.V./Philipp Fölting
Auf ihrer Landrätekonferenz in Münster freuten sich die Verantwortlichen über die Aufwertung des Radwegenetzes durch das Knotenpunktsystem. Foto: Münsterland e.V./Philipp Fölting

Rund 1,5 Millionen Euro haben die Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf mit ihren 65 Städten und Gemeinden sowie die Stadt Münster in den vergangenen drei Jahren gemeinsam in das Radwegenetz investiert. Mit Beratung und Unterstützung des Münsterland e.V. entstand so ein neues Knotenpunktsystem mit einer Streckenlänge von rund 4000 Kilometern.

Noch komfortabler unterwegs sein

„Für Radfahrerinnen und Radfahrer gestaltet sich das Unterwegssein nun noch komfortabler“, sagt Dr. Olaf Gericke, Sprecher der Münsterland-Landräte. „Die zu 70 Prozent vom Land NRW geförderten Maßnahmen können sich sehen lassen: Mehr als 670 Radwegweiser an entscheidenden Wegkreuzungen im gesamten Münsterland wurden durch rote Hinweisschilder – sogenannte Knotenpunkthüte – ergänzt. Auf über 300 Rundrouten lassen sich attraktive Touren von fünf bis 70 Kilometern Länge erleben.“

Rundroutennetz wird abgelöst

Die verständliche und leichter vermittelbare Knotenpunktwegweisung löst das seit 20 Jahren bestehende Rundroutennetz ab, das bisher die Basis für die touristische Radroutenführung im Münsterland bildete. Durch die neue Beschilderung können sich Radfahrerinnen und Radfahrer nun noch besser orientieren und auch spontan vor Ort, ohne vorherige Planung und ohne Internetzugang, individuelle Touren mithilfe einer Nummernfolge abfahren. So lassen sich flexibel eigene Routen zusammenstellen – je nach Lust und Laune, Kondition und Zeit.

An wichtigen Knotenpunkten informieren Übersichtstafeln über das umgebende Netz. Auf den rund 450 Tafeln lässt sich über QR-Codes Wissenswertes zur Region abrufen.

Idee stammt aus den Niederlanden

Die Idee, Knotenpunkte in Radwegenetze zu integrieren, stammt aus den Niederlanden und hat sich inzwischen in fast allen Regionen Nordrhein-Westfalens und darüber hinaus durchgesetzt. Aufgegriffen wurde sie für das Münsterland ausgehend von den Grenzkommunen im Kreis Borken. Landrat Dr. Kai Zwicker, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Münsterland e.V., berichtet von zahlreichen positiven Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern. „Ich freue mich sehr darüber, dass auf unsere seinerzeitige Initiative hin nun das gesamte Münsterland per Knotenpunktsystem erlebbar ist.“

Grenzenlose Touren

Das Münsterlandnetz geht nahtlos in die Netze der Nachbarregionen über: Grenzenlose Touren nach Knotenpunkten sind demnach ins Emsland, die Grafschaft Bentheim, in die niederländischen Regionen Twente und Achterhoek genauso möglich wie in NRW in die Kreise Kleve, Wesel, Recklinghausen, Unna, Hamm und Soest.

Zur Planung der nächsten Touren sind im Buchhandel detaillierte Radwanderkarten erhältlich. Nützliche und kostenlose Hilfsmittel für die Routenplanung halten auch die Tourist-Informationen im Münsterland vor. Die praktische Übersichtskarte „Radregion Münsterland erleben“ stellt das münsterlandweite Netz dar und erläutert die touristischen Angebote. Hilfreich sind auch die ebenfalls erhältlichen Lenkeranhänger. Die abzufahrende Nummernfolge kann auf den Anhängern notiert werden, die ebenfalls durch die Tourist-Informationen ausgegeben werden.

Apps unterstützen bei der Tourenplanung

Wer online oder auf Basis einer App Routing-Funktionen nutzen möchte, kann beispielsweise den Radroutenplaner NRW oder niederländische Apps wie „Fietsknoop“ nutzen. Der Tourenplaner Münsterland des Münsterland e.V. wird aktuell grundlegend überarbeitet und steht demnächst inklusive Knotenpunkt-Routenplanung zur Verfügung.

Mehr Informationen gibt es auf www.muensterland.com/radregion

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