Montag, 24. März 2024
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Krefters Busch wird ökologisch aufgewertet

Jürgen Homölle und Bernd Sundermann vom Baubetriebshof sind schon gespannt, ob sich Nashornkäfer und vielleicht sogar Hirschkäfer in Krefters Busch ansiedeln werden. Zur Ansicht hat Claudia Brunke-Gregory vom Runden Tisch Nachhaltigkeit einen präparierten Hirschkäfer mitgebracht.
Jürgen Homölle und Bernd Sundermann vom Baubetriebshof sind schon gespannt, ob sich Nashornkäfer und vielleicht sogar Hirschkäfer in Krefters Busch ansiedeln werden. Zur Ansicht hat Claudia Brunke-Gregory vom Runden Tisch Nachhaltigkeit einen präparierten Hirschkäfer mitgebracht.

Kürzlich mussten einige Bäume in Krefters Busch aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Die Bäume hatten zu stark unter den Klimaextremen der vergangenen Jahre gelitten. Die Fläche wird nun wieder aufgeforstet, sodass sich der Wald hoffentlich schnell erholt. Bei der Wahl der Gehölze wurde der Klimawandel mitgedacht und es werden klimaresiliente und heimische Arten angepflanzt.

Käferkeller und Hecken aus Totholz

Auf Initiative der AG Grünes Ahaus des runden Tisches Nachhaltigkeit wurde in Zusammenarbeit mit dem Baubetriebshof noch einen Schritt weitergedacht: Anstatt das Totholz vollständig abzuräumen und eine leere Fläche zu hinterlassen, wird das Waldstück mit einem Käferkeller und Totholzhecken ökologisch aufgewertet.

Hoffnung auf Ansiedlung des Hirschkäfers

Der Käferkeller besteht aus einigen Eichenstämmen und bietet Lebensraum für eine unzählige Vielfalt von uns häufig unbekannten Tierarten. Insekten, Würmer und Spinnentiere, aber auch Vögel und kleine Säugetiere können die Struktur als Lebensraum und Futterquelle nutzen. Besonders der Hirschkäfer könnte vom Käferkeller profitieren: Die Larven des Hirschkäfers sind angewiesen auf totes Eichenholz. Bis wir mit ausgewachsenen Hirschkäfern in dem Waldstück rechnen können, wird jedoch einige Zeit vergehen: Die Larven brauchen sieben Jahre zum Heranwachsen und aktuell findet man in Ahaus leider keine Hirschkäfer. Der verwandte Nashornkäfer hingegen kommt in Ahaus vor und wird sich auch im Käferkeller wohlfühlen. Wie ein Käferkeller aussieht, kann man sehr gut auf dem 1.500 qm großen Naturlehrpfad im Industriegelände „Rottweg“ Ecke „von Braun Straße“ sehen.

Hecken als Lebensraum für Tiere und Pilze

Außerdem werden im gesamten Krefters Busch einige Benjeshecken angelegt. Dazu wird zwischen zwei Reihen aus Holzpfählen Totholz aufgeschichtet. Diese besonderen Gestaltungselemente bieten Pflanzen eine geschützte Umgebung für das Heranwachsen, sind aber auch Lebensraum für viele Tiere und Pilze. Entlang des Vredener Dyks wird ein Stück Hecke aufgeschichtet, weitere Elemente werden im Wald entlang der Wege angelegt.

Trampelpfade werden dauerhaft abgesperrt

Insgesamt wird das Waldgebiet Krefters Busch durch diese Maßnahmen ökologisch aufgewertet. Im Rahmen der Umbauten werden auch einige Trampelpfade dauerhaft abgesperrt. Die Stadtverwaltung mit dem Bauhof und der runde Tische Nachhaltigkeit bitten darum, sich im Wald nur auf den befestigten Wegen zu bewegen. Nur dann kann sich der Wald natürlich entwickeln. Bei Fragen und weiteren Anregungen freut sich die Stabsstelle Klimaschutz immer über einen Anruf oder eine Nachricht! (a.eing@ahaus.de, Tel. 02561/72-406)

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