Donnerstag, 24. Juni 2024
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Landrat stellt „Kompass 2035“ im IHK-Ausschuss vor

Zu Gast bei der d.velop AG in Gescher: (v. l.) IHK-Standortleiter Sven Wolf, stellvertretender Ausschussvorsitzender Ulrich Grunewald, d.velop-Finanzchef Dr. Stephan Held, stellvertretende Ausschussvorsitzende Anja Meuter, IHK-Vizepräsident Carsten Sühling und Landrat Dr. Kai Zwicker. Foto: Sven Betz/IHK
Zu Gast bei der d.velop AG in Gescher: (v. l.) IHK-Standortleiter Sven Wolf, stellvertretender Ausschussvorsitzender Ulrich Grunewald, d.velop-Finanzchef Dr. Stephan Held, stellvertretende Ausschussvorsitzende Anja Meuter, IHK-Vizepräsident Carsten Sühling und Landrat Dr. Kai Zwicker. Foto: Sven Betz/IHK

Mit der Verankerung der Querschnittsthemen Digitalisierung und Nachhaltigkeit im „Kompass 2035“ ist der Kreis Borken aus Sicht der gewerblichen Wirtschaft auf dem richtigen Weg. „Neben der Bekämpfung des Fachkräftemangels wird für die regionale Wirtschaft entscheidend sein, wie gut wir im Kreis auf diesen beiden Zukunftsfeldern vorankommen“, fasste Carsten Sühling, Vizepräsident der IHK Nord Westfalen, das Meinungsbild im IHK-Regionalausschuss für den Kreis Borken zur Kreisentwicklungsstrategie zusammen.

Strategiepapier beschreibt Entwicklungschancen und Herausforderungen

Landrat Dr. Kai Zwicker hatte den „Kompass 2035“ in der Ausschusssitzung bei der d.velop AG (Gescher) vorgestellt. Das Strategiepapier beschreibt sowohl die Entwicklungspotenziale und -chancen des Kreises Borken als auch die spezifischen Herausforderungen der Region. Zudem zeigt der „Kompass 2035″ Routen auf, auf denen klar definierte Ziele erreicht werden können. Mit den Unternehmerinnen und Unternehmern im IHK-Regionalausschuss diskutierte der Landrat insbesondere das Handlungsfeld „Starke Wirtschaft“. Dabei unterstrich Zwicker: „Eine funktionierende Wirtschaft ist der Grundpfeiler für alles, was sich der Staat leisten kann.“

Regionale Wirtschaft leidet unter schwacher Konjunktur

Landrat Dr. Kai Zwicker erläuterte im IHK-Regionalausschuss die Kreisentwicklungsstrategie „Kompass 2035“. Der Ausschuss tagte bei d.velop in Gescher. Foto: Sven Betz/IHK
Landrat Dr. Kai Zwicker erläuterte im IHK-Regionalausschuss die Kreisentwicklungsstrategie „Kompass 2035“. Der Ausschuss tagte bei d.velop in Gescher. Foto: Sven Betz/IHK

Deutlich wurde in der Sitzung aber auch, dass die regionale Wirtschaft aktuell unter der schwachen Konjunktur leidet. „Die Stimmung in den Unternehmen im Kreis Borken war schon einmal deutlich besser“, fasste Sven Wolf, IHK-Standortleiter Westmünsterland, die Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage für das Westmünsterland zusammen. Sowohl ihre Geschäftslage als auch ihre Erwartungen an die Entwicklung in den nächsten sechs Monaten bewerteten die Unternehmen deutlich schlechter als vor einem halben Jahr. „Die Verunsicherung aufgrund der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ist weiterhin groß und eine Trendwende nicht in Sicht“, erläuterte Wolf. Größte Sorge sei die sinkende Nachfrage im Inland, auch der Fach- und Arbeitskräftemangel bleibe eine Wachstumsbremse. Dennoch betonte Wolf: „Es ist nicht alles schlecht.“ Die Wirtschaft im Westmünsterland sei gut aufgestellt und hätte alle Chancen, aus der konjunkturellen Delle gestärkt herauszukommen.

IHK-Regionalausschuss ist die Stimme der gewerblichen Wirtschaft im Kreis

Der IHK-Regionalausschuss für den Kreis Borken mit über 50 ehrenamtlich tätigen Unternehmerinnen und Unternehmern ist die Stimme der gewerblichen Wirtschaft im Kreis. Das Gremium befasst sich mit Themen und Projekten im Kreis, die Auswirkungen auf die Wirtschaft haben. Zudem berät der Regionalausschuss die Vollversammlung, das Präsidium und die Geschäftsführung der IHK.

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