Donnerstag, 24. April 2024
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Planspiel zur Kreispolitik

Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (vorne li.) und Elisabeth Büning, Fachbereichsleiterin Bildung, Schule, Kultur, Sport des Kreises Borken (2. Reihe, 2. v. li.), zeigten sich begeistert von dem erfolgreichen Planspiel „Du bist gefragt – Deine Stimme zählt“.
Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster (vorne li.) und Elisabeth Büning, Fachbereichsleiterin Bildung, Schule, Kultur, Sport des Kreises Borken (2. Reihe, 2. v. li.), zeigten sich begeistert von dem erfolgreichen Planspiel „Du bist gefragt – Deine Stimme zählt“.

„Gar nicht so einfach wie gedacht“, lautete die Rückschau eines Teilnehmers auf das zweitägige Planspiel „Du bist gefragt – Deine Stimme zählt“. 28 Jugendliche aus 10 Kommunen des Kreises Borken waren die Hauptpersonen bei dieser erstmalig durchgeführten Veranstaltung. Organisiert hatte sie das Bildungsbüro des Kreises Borken in Kooperation mit der Akademie Klausenhof in Dingden.

Kreispolitik kennenlernen und verstehen

Zunächst ging es für die Schülerinnen und Schüler darum, im Borkener Kreishaus die Kreispolitik besser kennenzulernen und zu verstehen, wie politische Partizipation funktioniert. „Wisst ihr, was der Kreistag und die Kreisverwaltung machen?“, war eine der Einstiegsfragen mit der die Referentinnen Julia Bödeker, Josefine Brinks und Leonie Meurs die Gruppe auf das Thema einstimmten. „Die Jugendlichen haben oft keine Berührungspunkte mit der Kreispolitik, weshalb es uns wichtig war, ein Grundverständnis für die Arbeit des Kreises zu schaffen und dessen Zuständigkeiten im politischen System Deutschlands einzuordnen“, erläuterte dazu Kirsten Bertling, Leiterin des Bildungsbüros des Kreises Borken.

Hypothetisches Szenario stand zur Debatte

In der Akademie Klausenhof fand dann das eigentliche Planspiel statt. In einem hypothetischen Szenario stand zur Debatte, ob ein Bikepark für den weiteren Ausbau eines Berufskollegs weichen soll. Dabei wurden Rollen der verschiedenen Akteure, die an einem solchen Verfahren beteiligt sind, zugelost: Wie im echten Leben gab es Politikerinnen und Politiker von Parteien, Schülervertretung, die Schulleitung und die Presse. Auf diese Weise mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Zweifel auch Positionen vertreten, die nicht ihren persönlichen Ansichten entsprachen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten über die teilweise schwierige Aufgabe der Kompromissfindung in der Politik.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten über die teilweise schwierige Aufgabe der Kompromissfindung in der Politik.

Kompromissfindung in der Politik kann schwierig sein

Das taten sie dann aber auch sehr engagiert. Mit großem Einsatz setzten sie sich mit ihren Rollen auseinander und erfuhren so „am eigenen Leib“, wie schwierig Kompromissfindung in der Politik sein kann, wie man seine Meinung zu Gehör bringt, welche Hürden bei einer Entscheidungsfindung auftreten können und wie es ist, wenn die Mehrheit gegen die eigene Position stimmt.

Abschließende Diskussionsrunde

Mehr Interesse an und Verständnis für Politik habe das Planspiel geweckt, lautete die einhellige Rückmeldung in der abschließenden Diskussionsrunde, an der auch Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen des Borkener Kreistages teilnahmen. Dies gab beiden Seiten die Gelegenheit, in den Austausch zu treten und Fragen zu stellen, nicht nur zum Planspiel. „Wie lange bist du insgesamt politisch engagiert?“, „Welche Ziele verfolgst du langfristig in der Politik?“, „Warum sollte ich deine Partei wählen?“ oder „Was würdet ihr der Jugend vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage mitgeben wollen?“ waren nur einige der vielen Fragen, die die Jugendlichen an die Politikerinnen und Politiker hatten. Diese wiederum wollten wissen: „Wie erreichen wir euch am besten?“, „Wenn euch das Planspiel so gut gefallen hat, könnt ihr euch jetzt eine Mitwirkung in der Kommunalpolitik vorstellen?“ oder „Wie würdet ihr ein eigenes Herzensthema in die Politik bringen?“.

Begeistert vom erfolgreichen Planspiel

Elisabeth Büning, Fachbereichsleiterin Bildung, Schule, Kultur, Sport des Kreises Borken, zeigte sich begeistert vom erfolgreichen Planspiel: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sehr praxisnah die Kreisebene kennengelernt, erfahren, wofür ein Kreis zuständig ist und wie Interessenvertretung und Entscheidungsfindung auf kommunaler Ebene ablaufen.“ Auch den Austausch zwischen Jugendlichen und Kommunalpolitikerinnen und -politikern hob sie als optimale Möglichkeit hervor, nicht nur um Kreispolitik erfahrbarer und zugänglicher für junge Menschen zu machen, sondern auch um den Kreispolitikerinnen und -politikern die Ansichten, Ideen und Themen der Schülerinnen und Schüler näher zu bringen.

An der abschließenden Diskussionsrunde des Planspiels nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter des Borkener Kreistages teil.
An der abschließenden Diskussionsrunde des Planspiels nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter des Borkener Kreistages teil.

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