Donnerstag, 24. April 2024
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Riga-Wanderausstellung zu Gast in Ahaus

Bei der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Holocaust an der Ahauser Anne-Frank-Realschule mit Bürgermeisterin Karola Voß war die Wanderausstellung letztmals dort zu sehen. Nun ist sie ins Rathaus umgezogen.
Bei der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Holocaust an der Ahauser Anne-Frank-Realschule mit Bürgermeisterin Karola Voß war die Wanderausstellung letztmals dort zu sehen. Nun ist sie ins Rathaus umgezogen.

Im Rahmen des 80. Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust fand am Donnerstag, 25. Januar 2024, eine bewegende Gedenkveranstaltung in der Anne-Frank-Realschule in Ahaus statt. Die Veranstaltung markierte zugleich das Ende der dortigen Präsentation der Wanderausstellung „Riga: Deportationen – Tatorte – Erinnerungskultur“. Diese ist nun ins Rathaus umgezogen. Dank der Kooperation zwischen dem Volksbund, dem Initiator des Riga-Komitees und der Stadtverwaltung Ahaus, konnte die Ausstellung in Ahaus an gleich zwei Orten gezeigt werden.

Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus aufrechthalten

Bürgermeisterin Karola Voß betonte die Wichtigkeit des Gedenktags. Sie hob die Notwendigkeit hervor, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus aufrechtzuerhalten.

Bedeutung des Riga-Komitees

In einem Grußwort unterstrich Jens Effkemann, Regionalgeschäftsführer des Volksbundes, die Bedeutung des Riga-Komitees. Dem haben sich bisher mehr als 70 Mitgliedsstädte angeschlossen. Es beleuchtet die Geschichte der Deportationen nach Riga zwischen 1941 und 1942. Dabei wurden mehr als 25.000 deutsche, österreichische und tschechische Jüdinnen und Juden – Frauen, Männer und Kinder – verschleppt. Unter den Deportierten befanden sich auch Ahauser Bürgerinnen und Bürger.

Hörspielprojekt der Anne-Frank-Realschule

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c der Anne-Frank-Realschule stellten im Rahmen der Gedenkveranstaltung ihr Hörspielprojekt. Darin geht es um das Leben der aus Ahaus stammenden Überlebenden Miriam Cohen. Das Hörspiel erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung ihrer Klassenlehrerin Sabrina Hölscher und der Medienpädagogin der Stadtbibliothek, Silke Keßler. Entstanden ist ein berührendes Hörspiel, das bei dem Besuch der Ausstellung über QR-Codes angehört werden kann. In enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Ahauser Geschichte 1933-1945“ des aktuellen forums Volkshochschule können die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung auch Einblicke in die Lebensgeschichten deportierter Jüdinnen und Juden aus Ahaus gewinnen.

Führungen für Schülerinnen und Schüler

Die Ausstellung war vom 8. Januar bis zum 25. Januar 2024 exklusiv für Ahauser Schülerinnen und Schüler geöffnet. Das Angebot von Führungen durch Unterstützung von Hermann Löhring wurde rege angenommen. „Gerade durch die begleitend zur Wanderausstellung aufgezeigten lokalen Bezüge konnten viele Schülerinnen und Schüler in Ahaus erreicht werden“, so Uta Rosenbaum von der Stadtverwaltung Ahaus. Die Stadt Ahaus ist seit 2015 Mitglied im Riga-Komitee des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge.

Ausstellung ist bis zum 16. Februar im Rathaus zu sehen

Noch bis zum 16. Februar 2024 ist die Ausstellung nun im Rathaus der Stadt Ahaus zu sehen. Sie ist im 1. und 2. Obergeschoss für die breite Öffentlichkeit zugänglich. Ein Besuch ist während der Öffnungszeiten des Rathauses ohne Voranmeldung möglich.

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