Sonntag, 24. April 2024
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Sozialpsychiatrische Versorgung intensivieren

Dr. Kai Schmidt (v.l.), Jelena Borgers, Reinhild Wantia, Anne Thesing und Matthias Brinkmann tauschten sich über die sozialpsychiatrische Versorgung im Kreis Borken aus.
Dr. Kai Schmidt (v.l.), Jelena Borgers, Reinhild Wantia, Anne Thesing und Matthias Brinkmann tauschten sich über die sozialpsychiatrische Versorgung im Kreis Borken aus.

Dem Vorstand des Sozialpsychiatrischen Verbundes (SPV) im Kreis Borken ist es auch im Jahr 2024 ein wichtiges Anliegen, die enge Zusammenarbeit mit seinen rund 60 Mitgliedern weiter fortzusetzen und zu intensivieren. So soll eine bedarfsgerechte Versorgung der psychisch erkrankten und/oder suchtkrankten Menschen im Westmünsterland weiterentwickelt werden.

Treffen im Kreishaus

Vor diesem Hintergrund trafen sich jetzt die Vorstandsmitglieder Matthias Brinkmann, Geschäftsführer des Caritasverbandes für das Dekanat Borken e.V., Dr. Kai Schmidt, Ärztlicher Direktor des St. Vinzens-Hospitals in Rhede, und Anne Thesing, ehemalige fachliche Leiterin der InSel gGmbH, im Borkener Kreishaus zur ersten Sitzung des Jahres. Jelena Borgers, Psychiatriekoordinatorin des Kreises Borken, und Reinhild Wantia, Leiterin der Fachabteilung Psychosoziale Gesundheit des Kreises Borken, nahmen für das Kreisgesundheitsamt ebenfalls am Treffen teil.

Mit hoher Teilnehmerzahl bei trägerübergreifenden Fortbildungen wird gerechnet

Die Vorstandsmitglieder rechnen auch in den kommenden Jahren mit einer hohen Teilnehmerzahl bei trägerübergreifenden Fortbildungen und Teilhabekonferenzen. Sie setzen sich daher fortlaufend gemeinsam mit dem SPV-Beirat mit aktuellen medizinischen sowie gesellschaftlichen Themen und Geschehnissen auseinander. Auch bedarfsgerechte Hilfsangebote vor Ort stehen im Fokus. In diesem Zusammenhang soll auch an der Ausrichtung des Netzwerkes koninuierlich weitergearbeitet werden. Der Vorstand hat im Blick, dass die Mitglieder vor großen Veränderungen und Herausforderungen stehen. „Die nächsten Schritte der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes stehen an. Die Rechte auf Selbstbestimmung werden damit weiter gestärkt und so rückt beispielsweise Genesungsbegleitung mehr in den Mittelpunkt. Gleichzeitig sind der Arbeitskräftemangel und die Nachwuchsarbeit besondere Herausforderungen“, sagte Matthias Brinkmann.

Problem Stigmatisierung und Diskriminierung

Ein weiteres Problem, das den Verbund auch 2024 beschäftigen wird, ist die gesellschaftliche Stigmatisierung und Diskriminierung. Diese erfahren Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Abhängigkeitserkrankungen immer noch. „Dabei gilt auch für Betroffene das Recht auf Freiheit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, betont in diesem Zusammenhang Reinhild Wantia. Bei krankheitsbedingten Hindernissen der Teilhabe bieten die Mitglieder des SPV eine Vielzahl an Unterstützungsangeboten zum Beispiel in dem Bereich Wohnhilfen, Beratungen und medizinische Unterstützung.

Nicht alle Menschen mit Unterstützungsbedarf werden erreicht

Den Vorstandsmitgliedern ist ebenfalls bewusst, dass nicht alle Menschen mit Unterstützungsbedarf im Kreis Borken durch die Angebote erreicht werden. „Deswegen ist eine durchdachte Angebotsstruktur und ein aktives Netzwerk mit intensiver Kommunikation und Koordination wichtig. Damit sollen der weitere Ausbau einer ortsnahen sozialpsychiatrischen Versorgung vorangebracht sowie individuelle Lösungen gefunden werden“, erklärte Jelena Borgers. Daher ist sich die Arbeitsgruppe einig, dass auch in diesem Jahr die „Zugänge“ der Hilfen gemeinsam koordiniert, geprüft und reflektiert werden müssen.

Weitere Informationen zum Sozialpsychiatrischen Verbund mit Angeboten und Mitgliedsstruktur sind unter www.kreis-borken.de/spv zu finden.

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