Sonntag, 24. Mai 2024
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Studienfahrt in das Herz Europas

Die Teilnehmerinnen der Studienfahrt vor dem Robert-Schuman-Haus in Metz. Foto: Stadt Vreden
Die Teilnehmerinnen der Studienfahrt vor dem Robert-Schuman-Haus in Metz. Foto: Stadt Vreden

Rund 40 politisch interessierte Frauen aus Vreden und Umgebung besuchten die Städte Trier, Metz (Frankreich) und Saarbrücken. In Kooperation mit dem Deutschland- und Europapolitischen Bildungswerk NRW hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Vreden, Christine Ameling, das Bildungsseminar organisiert. Mit den vielfältigen Formen der politischen Zusammenarbeit auf kommunaler und regionaler Ebene findet der Gedanke der europäischen Zusammenarbeit große Resonanz.

Auftakt in Trier

Die Studienfahrt begann mit einem historisch-politischen Stadtrundgang in der 2000 Jahre alten Stadt Trier. Der folgende Tag war geprägt von der deutsch französischen Zusammenarbeit über die Grenzen unter der Überschrift „Dauerprojekt oder Realität?“. Prof. Dr. Peter Moll, Präsident der Deutsch Französischen Gesellschaft Saar e.V., berichtete von dem langen Weg der grenzüberschreitenden Kooperationen und Zusammenarbeit.

Metz hinterlässt Eindruck

Einen ganz besonderen Eindruck hinterließ die Stadt Metz in Frankreich bei den mitreisenden Frauen. Hier stand die Arbeit von Robert Schuman als „Vater Europas“ im Vordergrund und seine Beteiligung für den Frieden in Europa. Mit dem Schuman-Plan hatte die Bundesrepublik den Weg betreten, durch wirtschaftliche und politische Integration als gleichberechtigtes Glied der westlichen Welt die Souveränität und am Ende auch die Einheit Deutschlands wiederzugewinnen.

Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Am letzten Tag wurde das UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte besucht. Unter dem Thema „Industriearbeit ist nicht nur Männersache“, begaben sich die Teilnehmerinnen auf die Suche nach den Spuren der Frauen in der Völklinger Hütte. Vom Erzengel bis zur Kranführerin. Welche Arbeiten übernahmen die Frauen in der Völklinger Hütte? Wie erging es den Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiterinnen? Welche Rolle spielten eigentlich die Frauen der Familie Röchling? Unter welchen Bedingungen arbeiteten Kinder und Frauen in den Jahrzehnten, geprägt durch zwei Kriege und Zwangsverwaltung durch die Franzosen, im größten Eisenträgerhersteller Deutschlands?

Spannende Rundgänge, Exkursionen und Besichtigungen

„Es ist immer wieder spannend, auf den Rundgängen, Exkursionen und Besichtigungen neue Einblicke in gesellschaftliche und geschichtliche Zusammenhänge gewinnen zu können, mit Expertinnen und Experten und den Teilnehmerinnen ins Gespräch zu kommen und vor Ort politische und soziale Entwicklungen kennenzulernen“, so Christine Ameling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Vreden.

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