Donnerstag, 24. Mai 2024
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Vom Ausleihort zum Aufenthaltsort

Die Stadtbibliothek im Kulturquadrat in Ahaus entwickelt sich immer mehr vom Ausleihort zum Aufenthaltsort.
Die Stadtbibliothek im Kulturquadrat in Ahaus entwickelt sich immer mehr vom Ausleihort zum Aufenthaltsort.

Kürzlich stellte Daniel Urmetzer, Leiter der Stadtbibliothek Ahaus, den Jahresbericht 2023 vor dem Ausschuss für Kultur, Tourismus und Ehrenamt vor. Zwar konnte der beliebte SommerLeseclub aufgrund personeller Ausfälle im Berichtsjahr nicht durchgeführt werden, dennoch konnten deutlich mehr Besuche gezählt werden, als im Vorjahr. Insgesamt wurde die Bibliothek 62.865 Mal besucht. Damit liegt die Stadtbibliothek nur ganz knapp unter dem Niveau vor Corona. Allein am Tag der offenen Tür des Kulturquadrats am 3. September wurden 1.500 Besuche gezählt.

Seit November erweiterte Öffnungszeiten

Seit dem 2. November hat die Bibliothek erweiterte Öffnungszeiten. Dienstags von 18.30 bis 20 Uhr, donnerstags von 18 bis 20 Uhr und samstags von 13 bis 16 Uhr können Bürgerinnen und Bürger die Stadtbibliothek besuchen. Die Stadtbibliothek wird dabei von Ehrenamtlichen beaufsichtigt. Anmeldungen, Beratung und Recherchehilfe sind während der Zeiten nicht möglich, wohl aber die Verbuchung von Medien und der Aufenthalt in der Bibliothek.

Mehr Medien makulieren als kaufen

Insgesamt wurden im Jahr 2023 136.114 Medien entliehen. Zwar ist auch hier die Zahl zum Vorjahr steigend, jedoch weit von dem letzten Jahr vor Corona entfernt (181.363). „Das liegt daran, dass sich die Bibliothek immer mehr vom Ausleihort zum Aufenthaltsort entwickelt. Die Menschen haben über das Internet die Möglichkeit, von überall auf Informationen oder Unterhaltung zuzugreifen. Besonders während der Abiturphase merken wir aber, dass ein Ort gesucht wird, um in Ruhe zu arbeiten und zu lernen“, so Daniel Urmetzer. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Bestand der Stadtbibliothek wider. Das Ziel der letzten Jahre war es, immer mehr Medien zu makulieren (4.683), als zu kaufen (4055). „Dadurch wollen wir langfristig Regale aus der Bibliothek entfernen, um mehr Sitzplätze anbieten zu können“, so Urmetzer weiter.

Preis beim Best-Practice-Wettbewerb gewonnen

2023 konnte die Stadtbibliothek Ahaus sogar einen Preis gewinnen. Beim Best-Practice-Wettbewerb der gemeinsamen Kommission Informationskompetenz von VDB und dbv zum Thema „Mitten drin statt nur dabei. Best-Practice-Beispiele für partizipative Formate an Bibliotheken“ für den Beitrag „Literacy bei Kindern fördern – ein netzwerkstärkendes und praxisorientiertes Kooperationsprojekt mit angehenden Erzieherinnen und Erziehern“ errang die Stadtbibliothek in Kooperation mit dem Berufskolleg Lise Meitner den dritten Platz.

Digitales Angebot soll 2024 erweitert werden

Für das Jahr 2024 haben sich die Kolleginnen und Kollegen der Stadtbibliothek Ahaus, die Bibliothek weiter als Aufenthaltsort auszubauen und auch das digitale Angebot zu erweitern. So konnten bisher das Frankfurter Allgemeine Archiv, die Süddeutsche Zeitung und die Welt über das digitale Angebot Munzinger lizensiert werden. Auch der Brockhaus wird für die Nutzenden der Stadtbibliothek Ahaus im Laufe des Jahres freigeschalten werden.

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