Montag, 24. März 2024
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Wichtiger Austausch bei der Sicherheitskonferenz

Einen breiten Bogen gespannt hat jetzt eine hochrangig besetzte Sicherheitskonferenz in Borken.
Einen breiten Bogen gespannt hat jetzt eine hochrangig besetzte Sicherheitskonferenz in Borken.

Vom Landwirteprotest bis zu möglichen Castortransporten, von der Früherkennung gefährlicher Straftäter bis zum Verhindern schwerer Verkehrsunfälle: Einen breiten Bogen gespannt hat jetzt eine hochrangig besetzte Sicherheitskonferenz in Borken.

Polizei zeichnet aktuelles Bild der Lage

Die kommunalen Spitzenvertreter aus den kreisangehörigen 17 Städten und Gemeinden, allen voran die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, ließen sich gemeinsam mit Vertretern der Amtsgerichte und Staatsanwaltschaft sowie der Bundespolizei und des Zolls durch die verantwortlichen Führungskräfte der Polizei ein aktuelles Bild der Lage zeichnen.

Persönlicher Informationsaustausch

Aus gutem Grund: Der persönliche Informationsaustausch über aktuelle Belange der öffentlichen Sicherheit stellt einen wichtigen Faktor dar für die funktionierende Zusammenarbeit zwischen den Städten und Gemeinden des Kreises Borken, der Borkener Kreisverwaltung und der Kreispolizeibehörde Borken. Darin zeigten sich die Teilnehmenden einig.

Ausblick auf Einsatzlagen

Wie schon in den vergangenen Jahren hatte die Kreispolizeibehörde Borken zur Sicherheitskonferenz 2024 ins Kreishaus eingeladen. Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster begrüßte am Montag, 22. Januar 2024, die Gäste stellvertretend für den verhinderten Landrat Dr. Kai Zwicker. Er stellte die Wichtigkeit der regelmäßigen Zusammenkunft heraus. Polizeioberrat Daniel Sühling informierte über vergangene Einsatzlagen (Protestwoche der Landwirte und Castor). Außerdem gab er einen Ausblick auf mögliche Castortransporte nach Ahaus und den Großeinsatz anlässlich der Fußball-EM-Lagen. Deise werden sicher auch die Städte und Kommunen betreffen.

Landesweites Projekt „PeRiskoP“

Auch beim nächsten Thema ist die gute Zusammenarbeit ein wichtiger Faktor für die öffentliche Sicherheit. Kriminalrat Mirko Roeßink stellte den Sachstand des landesweiten Projekts „PeRiskoP“ dar. Die Abkürzung steht für „Personen mit Risikopotenzial“. Solche können eben nicht nur bei der Polizei, sondern auch in den Ämtern oder bei der Justiz auffallen. Früherkennung und Intervention zur Verhinderung schwerster Straftaten – so lauten die Ziele des Projektes.

Möglichkeiten und Risiken der Künstlichen Intelligenz

Die Möglichkeiten aber auch die Risiken der Künstlichen Intelligenz zeigte Norbert Nienhoff ebenso anschaulich wie eindringlich auf. Der Cybercrime-Experte der Direktion Kriminalität erläuterte an vielen Beispielen die rasante Entwicklung und die bis vor wenigen Jahren kaum vorstellbaren Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI). Dass diese Möglichkeiten leider auch von Kriminellen genutzt werden, spürten einige Städte und Kommunen (und damit auch die Bürgerinnen und Bürger) im vergangenen Jahr durch eine Cyberattacke auf ein Rechenzentrum, die vielerorts die Betriebssysteme in Kommunalverwaltungen massiv störte.

Recherche und Bekämpfung in Sachen „Sexueller Missbrauch von Kindern“

„Wir wollen die betroffenen Kinder identifizieren und diese retten“, so definierte Kriminalhauptkommissar Jan Wissing klar und deutlich das Hauptziel der Ermittlerinnen und Ermittler, die im Kriminalkommissariat 11 für die Recherche und Bekämpfung in Sachen „Sexueller Missbrauch von Kindern“ zuständig sind. Er referierte detailliert über die rechtliche Situation wie auch über die konkreten Schritte bei den Ermittlungen. Kreisdirektor Dr. Hörster bedankte sich im Namen aller Anwesenden bei dem Team für das ebenso große wie professionelle Engagement bei den schwierigen und auch belastenden Ermittlungen.

Neue Verkehrssicherheitsstrategie des Landes

Erster Polizeihauptkommissar Christian Vallée erläuterte zum Abschluss der Sicherheitskonferenz die neue Verkehrssicherheitsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen. Ihre beiden Handlungsfelder befassen sich zum einen mit der Prävention und der gezielten Verkehrsüberwachung und zum anderem mit der Verkehrsunfallaufnahme und den Ermittlungstätigkeiten nach Verkehrsdelikten. „Weniger Getötete und Verletzte im Straßenverkehr. Ungeschützte Verkehrsteilnehmer wirksam schützen. Den Opferschutz ausbauen. Aggressive Fahrer stoppen. Die Gefahren im Transitverkehr abstellen!“, so lauten die Ziele dieser Strategie.

Dr. Hörster schloss die Sicherheitskonferenz 2024 mit einem Dank an alle Beteiligten und stellte noch einmal die Bedeutung der Netzwerkarbeit der beteiligten Behörden als wichtigen Erfolgsfaktor für die öffentliche Sicherheit heraus. 

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