Sonntag, 24. Juni 2024
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Zwischenlager Ahaus soll länger in Betrieb bleiben

Das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus hat eine Betriebsgenehmigung bis 2036. Jetzt soll die Genehmigung verlängert werden. Außerdem soll weiterer Müll eingelagert werden.
Das Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus hat eine Betriebsgenehmigung bis 2036. Jetzt soll die Genehmigung verlängert werden. Außerdem soll weiterer Müll eingelagert werden.

Am Mittwoch, 22. Mai 2024, fand eine Informationsveranstaltung der Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) für Bürgerinnen, Bürger und Politik in Ahaus statt.

Verlängerung der Betriebsgenehmigung beantragt

Hier machten die Vertreter der BGZ klar, dass beim Bund die Aufbewahrung des gelagerten Atommülls über die Dauer der bisher erteilten Genehmigung beantragt ist. Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigung für das Zwischenlager in Ahaus läuft eigentlich im Jahr 2036 aus.

Einlagerung weiterer Castorbehälter droht

Außerdem soll es wohl nicht bei den bisher rund 330 eingelagerten Castorbehältern in Ahaus bleiben. Die Transporte von Brennelementen aus Jülich nach Ahaus könnten bald genehmigt werden. Atommüll von Forschungsreaktoren aus München, Berlin und Mainz könnte folgen. „Wir wollen keine weiteren, hochradioaktiven Abfälle hier in Ahaus haben“, sagt Bürgermeisterin Karola Voß deutlich. Die Stadt Ahaus klagt bereits vor dem Oberverwaltungsgericht gegen die Aufbewahrungsgenehmigung für Brennelemente aus Jülich.

Sicherheit des Zwischenlagers verbessert

Die Betreibergesellschaft BGZ betonte, die Sicherheit des Zwischenlagers weiter verbessert zu haben. „Wir können die Castor-Behälter aus Jülich sicher aufbewahren“, sagte Dr. Michael Hoffmann, Bereichsleiter für den Betrieb der BGZ-Zwischenlager. Dies sei durch die Genehmigungsbehörde umfangreich geprüft und bestätigt worden.

„Zwischenlager darf nicht zur Dauerlösung werden“

Die Bürgermeisterin machte abschließend deutlich: „Das Zwischenlager darf nicht zur Dauerlösung werden. Unabhängig von notwendigen Genehmigungsverfahren und Sicherheitsanforderungen habe ich die große Sorge, dass eine Auflösung des Ahauser Brennelemente-Zwischenlagers faktisch erst mit dem Bau eines Endlagers möglich ist. Deshalb ist es außerordentlich wichtig, den Endlagersuchprozess zu unterstützen und auf die Verantwortung hinzuweisen, die wir als Standortkommune bereits heute für die radioaktiven Abfälle übernehmen.“

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